Elektrolyte

Pferde können bis zu 10% ihres Körpergewichtes durch intensives Schwitzen verlieren. Schweiß enthält neben Wasser die wichtigen Spuren- und Mengenelemente Natrium (Na), Chlorid (Cl), Magnesium (Mg), Calcium (Ca), Kalium (K), Eisen (Fe) und Zink (Zn) sowie Lactat, Bicarbonat und Aminosäuren.

Nicht so leicht ins Schwitzen zu bringen?

Pferde können bis zu 10% ihres Körpergewichtes durch intensives Schwitzen verlieren. Schweiß enthält neben Wasser die wichtigen Spuren- und Mengenelemente Natrium (Na), Chlorid (Cl), Magnesium (Mg), Calcium (Ca), Kalium (K), Eisen (Fe) und Zink (Zn) sowie Lactat, Bicarbonat und Aminosäuren. Nach starker körperlicher Belastung während Training oder Wettkampf sowie während hohen Umgebungstemperaturen oder auch in stressigen Situationen verliert der Pferdeorganismus durch starkes Schwitzen wichtige Mineralstoffe  (Elektrolyte), Spurenelemente und Vitamine. Ebenso kann während einer Geburt sowie nach schweren Durchfällen ein Defizit an diesen elementaren Mineralstoffen entstehen. Aber auch im Winter bei geschlossener Schneedecke ist eine Unterversorgung mit Elektrolyten aufgrund des eingeschränkten Nahrungsangebotes nicht ausgeschlossen. In solch außergewöhnlichen Situationen sind Pferde oft nicht in der Lage, ihren erhöhten Nährstoffbedarf durch die Grundnahrung ausreichend zu decken. Die essentiellen Mineralstoffe, Vitamine und Aminosäuren sind jedoch unabdingbar für den Säure-Basen-Haushalt sowie die reibungslose Funktion von Muskel-, Nerven und Energiestoffwechsel – ein Mangel kann verminderte Leistungsbereitschaft, Muskelverspannungen, Überempfindlichkeit oder gar Krämpfe zur Folge haben.

Bei Mehrbedarf an Elektrolyten gezielt vorbeugen

Die umfangreiche Versorgung des Pferdes mit biologisch hochwertigen, schnell verfügbaren Elektrolyten sowie hochkonzentrierten Vitaminen ist daher enorm wichtig, um eine schnelle Regeneration sowie die Stabilisierung des Organismus durch den Erhalt des osmotischen Drucks im Gewebe zu gewährleisten. Durch starken Verlust oder einen Mangel an diesen Substanzen können wichtige Organe wie die das Gehirn, die Muskeln oder das Herz nicht mehr adäquat versorgt werden, so dass es hier zu Störungen wie Leistungsabfall, verminderte Konzentrationsfähigkeit, Übersäuerung der Muskulatur oder Herzrhythmusstörungen kommen kann, die mitunter zur Schädigung des Gewebes führen können.

Ein Mehrbedarf an Elektrolyten entsteht wenn Pferde, besonders bei heißen Umgebungstemperaturen, Höchstleistungen erbringen müssen z.B. während eines Distanzritts, einem Vielseitigkeitsritt oder auch im Springparcours. Aber auch Freizeitpferde haben nach einem langen Ausritt oder Wanderritt, der mit starkem Schwitzen einhergeht, durch den Schweißverlust einen Mehrbedarf an Elektrolyten. Findet keine Supplementierung dieses Mehrbedarfs statt, kann es zu einer Minderversorgung von Muskulatur, Herz oder Gehirn kommen, die nicht unerhebliche Schäden, Muskelübersäuerung, Verspannungen und Krämpfe bis hin zu Herzrhythmusstörungen) zur Folge haben kann.

Die Qual der Wahl – wie werden Elektrolyte am besten dargereicht?

Elektrolytpräparate für das Pferd sind in pulverisierter oder flüssiger Form oder als Paste erhältlich. Situationsabhängig hat jede Formulierung ihre Vorteile.

Pulver

Elektrolyte können vom Organismus nicht gespeichert werden; eine Zufütterung über den aktuellen Bedarf hinaus führt zu einer ungenutzten Ausscheidung. Dennoch ist eine Supplementierung vor einem anstehenden Ereignis wie ein Turnier bis zu 24 Stunden vorher durchaus empfehlenswert, um einem Mangel im entscheidenden Moment vorzubeugen. Zudem eignen sich pulverisierte Elektrolytpräparate für eine Dauergabe bei Pferden, die aus gesundheitlichen Gründen einen dauerhaften Mehrbedarf an Elektrolyten haben.

Flüssig

Flüssige Formulierungen eignen sich hervorragend, um insbesondere nach großen Anstrengungen, die mit einem großen Verlust an Elektrolyten über Schweiß, Harn oder auch den Kot verbunden sind, den dringend benötigten Bedarf wieder aufzufüllen. Oftmals verweigern Pferde nach großer körperlicher Anstrengung die Wasseraufnahme, da sie zunächst den großen Verlust an Elektrolyten auszugleichen versuchen, als jenen an Wasser. Hier eignen sich flüssige Elektrolytpräparate optimal, um entweder direkt, per Maulspritze oder auch in Wasser gemischt aufgenommen zu werden. Damit ist gewährleistet, dass sich die osmotischen Druckverhältnisse in den Geweben zunächst wieder stabilisieren können, bevor das Blut durch die Aufnahme von Wasser wieder verdünnt wird und sich die Elektrolyte somit auf ein größeres Blutvolumen verteilen.

Paste

Für eine schnelle Versorgung vor, während oder nach einem Wettkampf eignen sich die praktisch zu dosierenden Pasten als ideale Turnierbegleiter sehr gut. Qualitativ hochwertige Präparate sind in der Regel zusätzlich angereichert mit Vitaminen des B-Komplexes, Aminosäuren und Glucose für eine rasche Regeneration der Muskulatur sowie eine schnelle Wiederauffüllung der Energiereserven, damit das Pferd sein komplettes Leistungspotential möglichst zeitnah wieder voll entfalten kann.

Salz kann Elektrolyte nicht ersetzen

Kochsalz besteht zu 100% aus Natriumchlorid (NaCl) und enthält daneben keine anderen Spuren- oder Mengenelemente. Da Pferde besonders bei starkem Schwitzen jedoch auch nicht unerhebliche Mengen an Kalium, Magnesium und Calcium verlieren, die allesamt essentiell für die Kontraktion der Muskulatur sind, können diese Verluste durch die Zufuhr von Kochsalz alleine nicht ausgeglichen werden. Auch Salzlecksteine bieten in Extremsituationen keinen adäquaten Ausgleich für über den Schweiß verlorengegangene Elektrolyte. Daher sollten diese gezielt mit konzentrierten Elektrolytpräparaten ausgeglichen werden, wobei eine besonders hohe Verfügbarkeit der anorganischen Substanzen durch Bindung an organische Trägerstoffe (z.B. Kopplung an Aminosäuren in Chelatverbindungen) gegeben ist. So können Elektrolyte wie auch Aminosäuren und wichtige Vitamine in extremen Situationen gezielt ausgeglichen werden.

 

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